IndukTive Höranlage - Einführung, Voraussetzung, Prinzip

Hauptproblem der Hörgeräteträger ist die vielfach schlechte Raumakustik in vielen Räumlichkeiten. Dabei profitieren auch Guthörende in dieser Umgebung, erleichtert Raumakustik doch das Zuhören, und ist somit mit weniger Anstrengung verbunden.

Perfekte Raumakustik ist selten vorzufinden. Grosse und hallige Räume sind für Hörgeräte/Cochlea Implantierte ein unüberwindbares Problem. Ein Mikrofon ist lediglich ein Schallaufnehmer, hinsichtlich möglicher Empfindlichkeit sogar ein perfekter Schallaufnehmer – dem Ohr überlegen und genau das entpuppt sich fuer die Schwerhörigen zum Nachteil, weil es auch andere Schallquellen oder Widerhall verstärkt, die ein gesundes ohr gar nicht mehr oder in dieser Stärke registrieren würde.

Lautsprecher helfen hier nur bedingt weiter, weil Mikrofone auch die Eigenschaft haben, den Widerhall zu verstärken, da Raumakustik wie erwähnt nur wenig berücksichtigt wird. Das ist auch der Hauptgrund, warum Hörgeräteträger bei Nebengeräuschen, Lärm und mitten unter mehrere Menschen kaum eine Sprachverständlichkeit erreichen. Während man in einem ruhigen Raum noch deutlich vernehmen kann, nimmt in lauter Umgebung diese Fähigkeit ab, es ist nur ein übertöntes, heilloses Durcheinander wahrzunehmen.
Wenngleich manchmal der falsche Eindruck erweckt wird, mit einem Hörgeräte sei alles gelöst – so kann doch niemals die Funktion eines Ohres mittels Verstärkers nachgeahmt werden. Dennoch soll ein Hörgerät respektive Cochlea Implantat nicht unterschätzt werden, da diese Hörhilfsmittel den fehlenden Frequenzen angepasst werden kann, was andere Übertragungssystem nicht schaffen können.

Bild PrinzipzeichnungDie induktive Übertragung basiert auf dem Transformator-Prinzip: Die Ringleitung im Boden oder auch Decke entspricht der Primärspule, die Empfangsspule im Hörgerät der Sekundarspule. So kann auch Sprache mittels des induktiven Prinzips übertragen werden.

Für die Planung und Ausführung sind bestimmte physikalische Gesetze zu beachten. Nur nach internationaler Norm IEC 118-4 ausgelegte induktive Höranlagen gewährleisten die Einhaltung der Qualität für das induktive Hörprinzips.

Induktive Höranlage schaltet diese Nachteile mit störendem Umlärm usw. aus. Das Hinter-dem-Ohr Gerät verfügt standardmäßig über eine integrierte Telespule (T-Spule). Der Schwerhörige schaltet auf T und hört nun über diese induktive Höranlage, d.h. aus dem im Raum oder erzeugten Magnetfeld. Interferenzen aus verschiedenen Schallquellen sind ausgesperrt. Der Klang ist angenehmer. Hörgenuss auf die angenehmste Art, da selbst kleine Nebengeräusche nicht mehr vernommen werden.

 Induktive Höranlagen sind in den USA, Kanada, England, Australien schon seit Jahren der Standard in öffentlichen Gebäuden. Sie finden sich in Postämtern, Polizeistationen, Museen, Messehallen, Opern, Theater, Kinos, Vortragssäle, Altenheime, Schulen sowie öffentliche Gebäuden und in Anlaufstellen für Bürger. Telefon, Radio, Fernseher und Handy. Sogar in Autos und Busse lassen sich bereits induktive Höranlagen installieren. Es gibt nahezu keine Bereiche, wo indukTive Höranlagen nicht installierbar wären.