Johann (Hans) Neuhold

Bild Hans Neuhold

 Mein Leben dauert nun schon seit 1946, dennoch scheint es mir so kurz zu sein, weil, es immer ausgefüllt war von interessanten Tätigkeiten und Unternehmungen. Nach meiner Matura studierte ich Theologie, wurde im Rahmen der Kath.Kirche in der Jugendarbeit tätig und unterrichte einige Jahre Religion in einer Berufschule.

Meine Schwerhörigkeit begann still und leise im Jahre 1973, eigentlich musste man mich darauf aufmerksam machen, danach aber ging’s bergab mit dem Hören, nach vielen Hörgeräten und zuletzt mit einer Sonderversorgung erlebte ich im Spätherbst 2000 meine gänzliche Ertaubung. Im März 2001 erfolgte bereits meine erste Cochlea-Implantation am linken Ohr, im Juli 2003 die zweite am rechten Ohr – seither bin ich leidenschaftlicher CI-Träger und ein leidenschaftlich Hören-Wollender, der sich dabei noch lange nicht am Ziel befindet.

 Mein schwächer werdendes Gehör brachte auch einen Berufswechsel mit sich, ich bin heute noch als Rechnungsprüfer tätig. Meine drei Kinder sind heute schon längst erwachsen und ich bin stolz auf sie, auch wenn sie den Vater mehr von der Ferne betrachten müssen.

  Verfolgt hat mich immer wieder mein ehrenamtliches Engagement, als pfarrlicher Mitarbeiter in meiner Heimatstadt Weiz, der Aufbau einer großen Bibliothek zusammen mit über 20 Mitarbeitern und dann eben führte mich meine Schwerhörigkeit im Jahre 1997 zum Beginn einer Selbsthilfegruppe, 1998 zur Schaffung eines Referates für Schwerhörigenseelsorge und 1999 zum Aufbau des Österreichischen Schwerhörigenbundes. Nach der Gründung des ÖSB als Dachverband lag mir auch die Entstehung der Österreichischen Schwerhörigen Selbsthilfe (ÖSSH) am Herzen und in all diesen Belangen möchte ich heute und auch in der Zukunft noch ehrenamtlich dienen und mein Bestes geben.

 Mein Leitspruch ist noch heute: Gehe nicht die glatten Straßen, gehe Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt und nicht bloß Staub.