SAFETY CASE
Der ideale, kompakte und wirklich robuste Schutz
für Hörgeräte und Cochlea Sprachprozessoren + Zubehör
 
 

 

von Granzzla & Niklas

 

AUDIO File zum Live Hören folgt in Kürze!

 

I versteh di ned

Du glaubst i bin bled
Aber i versteh di nur ned

Ich kann di ned hören in der Nacht
Alles ist ruhig wenn ich aufwach
Ich such deine Lippen, um sie zu sehen
Ohne sie tät ich noch weniger verstehen

Du glaubst i bin bled
Aber i versteh di nur ned

Du rufst mi von hinten, ich glaub von der Seiten
Drum glaubst i bin deppert schon von da Weitn
Des schau i ma an von der letzten Reih
Da wirst ned verstehn, nur so nebenbei

Du glaubst i bin bled
Aber i versteh di nur ned

Heut werd i nimma wie früher so rot
Wenn i sag, meine Ohren san tot
Bei der Stellung untauglich, was für ein Glück
Weil derrisch in den Krieg, da gibts kein zurück

Du glaubst i bin bled
Aber i versteh di nur ned

Glaubst das ist lustig, glaubst das ist schee
Neue Ohren gibt's ned anfoch per se
Du wirst scho no guckn du wirst scho no schauen
Du wirst da no selber eine einehauen

Du glaubst i bin bled
Aber i versteh di nur ned

Doch es gibt no vü schlimmeres als nix hören
Auf dieser Welt kennt man nur so rean
Ned optimal, aber egal
Geniess ma das Leben auch ohne Schall!

 

 

Vordenken-Nachdenken

 

 

 

Werde, der du bist

 

 

 

Eine Aufforderung, die in vielen philosophischen Betrachtungen nachzulesen ist. Ich persönlich möchte nun nicht mit der Philosophie konkurrieren, sondern meinen eigenen Gedanken zu dieser Aussage freien Lauf lassen:

 

Es scheint ja fast absurd zu sein, etwas zu werden, was man schon ist. Aber: Wissen wir wirklich, wer wir sind? Wissen wir wirklich, wohin wir wollen?

 

Am Tempel des Apoll in Delphi (der berühmten Orakelstätte) war ein sehr kurzer und markanter Spruch zu lesen: „Erkenne dich selbst". Denn die folgenden Weissagungen konnten eben nur auf dieser Grundlage verstanden werden. Und nur diese Selbsterkenntnis kann für uns ein ständiger Neubeginn sein, eine Grundlage für jedes sinnvolle Denken über Gott und die Welt, über das Menschsein und die Beziehung zu anderen Menschen.

 

Etwas zu sein wird leicht verwechselt mit dem Schein, mit dem wir andere gerne blenden möchten. Zu gerne möchten wir mehr scheinen, als wir wirklich sind. Dieser Hang zum Schein verwischt leicht die dahinter stehende Wirklichkeit unseres wahren Denkens und Lebens. Wer kennt uns schon wirklich, wer wir sind, wenn wir nicht einmal selbst diese Erkenntnis über uns schaffen.

 

Es lohnt sich daher, darüber nachzudenken und nachzuspüren, was mein eigens Wesen im innersten Kern ausmacht, über meine Gefühle und Grundsätze, über meine Lebensweise und über mein Verhalten anderen gegenüber. Das eigene Ich, meine Persönlichkeit ist ja einem ständigen Wandel unterworfen, aber letztlich kann ich von meinen Mitmenschen nur so „wahr“ genommen werden, wie ich wirklich bin – jeder Schein nach außen hin zerbricht letztlich an der Wirklichkeit, dem wahren Wesen meiner Person. Und dieses Wesen bedarf einer ständigen Entwicklung – eben das Werden, weil wir nie fertig sein dürfen und können.

 

Der Philosoph Martin Buber sagt es einfach: „Der Mensch wird am Du zum Ich“. Das heißt, dass nicht allein die Selbstbesinnung unser eigenes Wesen prägt, sondern vor allem die Beziehung und die Begegnung mit andern Menschen. Mensch zu sein und es immer mehr zu werden passiert somit durch die Kommunikation, im miteinander leben, um sich im anderen Menschen zu erkennen.

 

Jedes DU, dem ich ehrlich und ohne Vorbehalte gegenüber trete, ist demnach wie ein Spiegel, in dem ich mein eigenes Wesen entdecken kann bzw. könnte. Miteinander zu sein ist das wirkliche Sein. Das verlangt aber Offenheit und grundsätzliches Vertrauen – vielleicht schwer in einer Welt, in der Misstrauen, Neid und Ausgrenzung an der Tagesordnung ist.

 

Alle unsere Erfahrungen, Gespräche, Nachdenken und Studieren tragen in Summe dazu bei, zu erkennen, was schon vorhanden ist. Der Platz, den wir in der Welt zugewiesen bekommen haben (vieles wird ja nicht von uns selbst bestimmt), müssen wir einmal grundsätzlich annehmen und akzeptieren, bevor wir überhaupt weiterdenken können.

 

Und dieses Weiterdenken heißt, der zu werden, der man ist. Das Akzeptieren seiner Situation (mit allen Mängeln, Beeinträchtigungen und empfundenen Nachteilen), das immer wieder neue Erkennen des eigenen Wesens im andern Menschen, das ehrliche Wahrnehmen seiner Sehnsüchte und Ängste bedeutet letztlich, das zu werden, was man ist.

 

Das ist ein ständiger Prozess, aber es bedeutet das wirkliche erfüllte Leben,

 

das ich Ihnen allen wünsche

 

Ihr Hans Neuhold

 

 

Vordenken - Nachdenken

 

 

 

Es macht die Wüste schön, dass sie irgendwo einen Brunnen birgt“

 

(aus Saint de Exupery „Der kleine Prinz“)

 

 

 

Diese Aussage berührt mich immer wieder aufs Neue. Und immer wieder fallen mir dazu Zusammenhänge mit meinem Leben ein.

 

Oftmals erlebe ich auch mein Leben als Wüste: trocken, endlos, trostlos und öde. Die Eintönigkeit des Alltags lässt diese Stimmung immer wieder aufkommen, die Oberflächlichkeit des Dahinlebens lässt kaum tiefere Hintergründe zu, das Denken geht immer nur nach vorne, an die Arbeit, die nächste Unternehmung, alles will geplant und eingeordnet sein. Man hetzt dahin und vergisst immer wieder, was eigentlich Leben bedeutet und was uns Kraft gibt.

 

Aber im Buch „Der kleine Prinz“ wird klar, dass es keine wirkliche ständige Wüste gibt, zumindest nicht nur Wüste. Denn Wüste oder das Erleben einer Wüste deutet eigentlich erst darauf hin, dass sie im Verborgenen vielfältiges Leben birgt, nicht immer sofort sichtbar und erkennbar. Wann immer wir also Wüste spüren und erleben, dürfen und sollten wir daran denken, dass es irgendwo eine Erfrischung gibt, eine Stelle, die ein Durchatmen und eine Stärkung ermöglicht.

 

So scheint es mir im Leben wichtig zu sein, diese Brunnen im Leben zu finden, wenngleich sie oftmals verborgen sind. Sie sind nicht immer sofort erkennbar, man muss auf die Suche gehen, bevor man in der Wüste des Lebens seelisch und körperlich verdurstet.

 

Brunnen sind meist tief, sie bilden sich aus dem Wasser der Oberfläche, das ganz langsam tiefer und tiefer sinkt, bis es einen dichten Boden findet, der ein Sammeln ermöglicht. Und darauf wartet, geborgen zu werden.

 

So gesehen haben Brunnen ein ruhiges Wasser, das in der Tiefe auf den Durstigen wartet. Es spendet nur dann Kraft, wenn es gehoben wird, an sich gezogen wird.

 

In der Wüste des Lebens, in den Durststrecken unseres Alltags, in der Hektik der Arbeit mag das sehr wichtig sein, dass wir auf die Suche gehen, nach dem, was uns Sicherheit, Ruhe und Kraft geben kann.

 

Es ist gut zu wissen, dass es Brunnen für unser Leben gibt und dass wir uns darauf verlassen können, dass wir sie finden, wenn wir ausgetrocknet sind.

 

Zuvor aber sollten wir nicht vergessen, uns die Stellen solcher Brunnen bewusst zu machen. Wir müssen spüren, dass es sie da und dort gibt, weil wir sie selbst angelegt und mit Inhalten gefüllt haben. Mit dem Grundwasser unseres Lebens.

 

Zu diesem Grundwasser des Lebens gehören für mich drei ganz entscheidende Inhalte: Liebe, Ehrfurcht und Toleranz.

 

Die Liebe zu den Menschen um mich herum aber auch zu mir selbst.

 

Die Ehrfurcht vor den Geschöpfen dieser Welt und der Natur.

 

Die Toleranz, die das Anderssein zulässt, ohne Besserwisserei und Verurteilung.

 

Diese drei Grundsätze machen das Leben lebenswert, man kann immer wieder auf sie zurückgreifen, wenn die Wüste und die Oberflächlichkeit des Lebens Oberhand gewinnt. Um sie im Verborgenen zu finden, muss man allerdings manchmal innehalten und in der Tiefe suchen – wie beim Brunnen in der Wüste.

 

 

 

Ich wünsche mir und Ihnen allen den Mut, die verborgenen Brunnen im Leben zu suchen – weil es das Leben schön macht

 

 

 

Ihr Hans Neuhold

 

 

Macht und Ohnmacht

 

 

 

Tagtäglich zeigen uns Zeitungen und Fernsehnachrichten mit welcher Penetranz es in unserer Gesellschaft um Erlangung und Erhaltung der Macht geht. Einer Macht, von der eigentlich niemand so genau weiß, was sie bedeutet. Es gibt keine Macht über Dinge. Selbst Reichtum und Vermögen sind keine Macht an sich, wohl eher mit einer Angst verbunden, etwas zu verlieren. Wir reden pausenlos von den Mächtigen dieser Welt in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Woher haben aber diese sogenannten Mächtigen ihre Macht? Wenn man sich Macht aneignen kann, dann muss geklärt werden, woher diese genommen wird, d.h. sie muss demnach irgendwo vorhanden sein. Macht ist auch nicht käuflich, solange sie nicht verkauft wird. Macht kann sich niemand an sich reißen, es sei denn, sie wird jemand anderen entrissen. Macht besteht letztlich nur in ihrer Ausübung. Und nicht selten in Verbindung mit Gewalt. Wenn Macht Stärke bedeutet, dann müssen andere schwach sein, sonst würde diese Macht ja nicht sichtbar und spürbar.

 

Ich gehe davon aus, dass wir alle als Menschen Macht ausüben, indem wir etwas machen, gestalten und verändern. All zu oft aber geben wir diese unsere Macht ab, indem wir uns zurückziehen, tatenlos werden und tatenlos zusehen, Idolen und Parolen folgen, statt sich seines eigenen Lebens und seiner Ausprägung zu bemächtigen.

 

Macht ist demnach in uns Menschen vorhanden. Es ist nur die Frage, ob sie sinnvoll genützt oder vorschnell abgegeben wird. Vorhandene Macht kann demnach verteilt und vielfältig eingesetzt werden oder in gebündelter Form von einzelnen Menschen missbraucht werden, weil sie von anderen nicht genützt und angewandt wird. Es gibt immer Menschen, die sich gerne anderer bemächtigen, um sich in den Vordergrund zu rücken und letztlich geht es um Anerkennung und Einfluss. Der wahre Hintergrund von Machtausübung ist in vielen Fällen Neid, Unzufriedenheit, Besitzgier und Eifersucht.

 

Die Folge ist Ohnmacht, die wir erst spüren und bemerken, wenn wir anderen unsere Macht ohne nachzudenken überlassen haben. Oder durch Nachlässigkeit unsere Macht selbst nicht nützen oder es gar nicht wollen.

 

Wir spüren, dass wir in vielfältiger Weise in unserem Leben eingeschränkt, abhängig und demnach ohnmächtig sind. Es mag schon stimmen, dass es zum Wesen jeder Gemeinschaft gehört, Macht zu verteilen und sie den jeweiligen Menschen nach Fähigkeit zuzuordnen. Aber Macht kann nur bestehen, wenn sie von Menschen anerkannt und gebilligt wird. Sonst gilt es: ungehorsam zu sein!

 

Wir müssen uns die Frage stellen, wie wir mit unserer eigenen Macht umgehen. Ja, ich meine, wir haben vielfältige Macht über uns selbst, über den Vollzug unseres Lebens, Macht über unsere Freude, unsere Einstellungen, Beziehungen und Wünsche. Wer mit seiner eigenen Macht umgehen und haushalten kann, wird sie nicht anderen sorglos übergeben. Wir dürfen uns nicht in eine Opferrolle drängen lassen, sondern gestaltend unser Leben in den Griff nehmen. Meine eigene Macht hat nur dort ihre Grenzen, wo das Leben meines Mitmenschen beginnt.

 

„Alle wollen euer Bestes, lasst es euch daher nicht nehmen“ könnte die schlichte Antwort auf das Machtgehaben vieler „Mächtigen“ sein. In einer Welt, die vom Lärm, Neid, Angeberei und Macht übervoll ist, hat eben nur noch das Leise und Unauffällige eine Chance, aufzufallen. Das könnte dein und mein Leben sein

 

 

 

meint Ihr

 

Hans Neuhold